Tabellenführung mit Glück nach spannendem Kampf verteidigt

von FRANK STROZEWSKI, 10.11.2019

In der dritten Runde der NRW-Liga hatte das Team mit der zweiten Mannschaft des Düsseldorfer SK den Gegner zu Gast, der vor zwei Jahren der Hauptkonkurrent um den Aufstieg war. In dieser Saison war sie ebenfalls mit zwei Siegen gestartet. Somit war die Begegnung Richtungsweisend, vor zwei Jahren gab es mit dem 4:4 eine Punkteteilung.

Die Mannschaft trat mit der identischen Aufstellung zur Vorrunde an. Die Gäste hatten allerdings Aufstellungsprobleme und konnten einen kurzfristigen Ausfall nicht mehr ersetzten. So kam Frank Erwich zu einem kampflosen Punkt. Die Partien von Guust Homs und Frank Eggenstein verflachten sehr schnell, so kam es an diesen Brettern zu Punkteteilungen. Damit hatte die Führung des SV Erkenschwick weiter Bestand.

An den anderen Brettern wurde aber heftig um die Punkte gerungen. Auch nach fünf Stunden Spielzeit gab es noch keine weitere Entscheidung. Dann gelang den Gästen der Ausgleich. Christoph Krings hatte es versäumt, den gefährlichen letzten Turm des Gegners auch noch abzutauschen. Im Endspiel konnte er schließlich den entscheidenden Materialverlust nicht mehr verhindern.

Es folgte der Doppelschlag am dritten und vierten Brett. Alexander Langers musste lange arbeiten, um mit genauem Spiel nachzuweisen, dass das Springeropfer seines Gegners zu optimistisch war. Nachdem er seinen König am Damenflügel in Sicherheit gebracht hatte, konnte er den Materialvorteil verwerten. Alexander van Beek konnte ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern erreichen. Nachdem auch er mit seinem König über das gesamte Brett gewandert war, war der Vorstoß seines b-Bauern nicht mehr aufzuhalten.

Mit der erreichten 4:2 Führung sollte der Tag eigentlich gelaufen sein, dem war aber nicht so. Frank Strozewski hatte eine sehr gute Stellung erreicht und hätte mit einem Damentausch in ein sehr chancenreiches Endspiel abwickeln können. Er suchte aber nach der möglichen sofortigen Gewinnkombination und verbrauchte dabei zu viel Bedenkzeit. So fand er sich in einem schwierigen Endspiel wieder. Zu allem Übel stellte er dann nach mehr als sechs Stunden Spielzeit sogar noch seine Läufer ein, sodass er die Partie aufgeben musste. Damit hatten die Düsseldorfer den Anschluss zum 3:4 geschafft und hofften auf ein erneutes Unentschieden.

Denn am Spitzenbrett kam es zu einem furiosen Finale. Jelmer Jens hatte seinen Freibauern am Königsflügel nicht aufgeben wollen und dafür alle Bauern am Damenflügel verloren. Den letzten hatte sein Gegner aber vorschnell eingesammelt, ohne vorher seinen gefährdeten Turm durch ein Schachgebot in Sicherheit zu bringen. Es kam aber noch schlimmer. Jelmer Jens, der im Gegensatz zu seinem Gegner nicht die Übersicht verlor, konnte mit seiner Restbedenkzeit von nur noch einer Minute sogar die Mattkombination auf Brett bringen.

Mit dem Endstand von 5:3 hat das Team die Tabellenführung verteidigt. Wenn der Kampfverlauf am Ende sehr glücklich war, ist der Erfolg trotzdem nicht unverdient. Nun geht es am 15. Dezember beim SC Rochade Emsdetten weiter. Das Augenmerk richtete das Team aber auch auf die anstehende Pokalrunde auf Deutscher Ebene. Der SV Erkenschwick darf am 11. / 12. Januar die Vorrundengruppe mit den Gästen SC Heimbach-Weis / Neuwied, SV Lingen und SC König Nied ausrichten. Spannend wird hierbei, mit welcher Aufstellung der Bundesligist SV Lingen antreten wird. Natürlich sind auch die weiteren Gäste aus Hessen und Rheinland-Pfalz nicht zu verachten.



Letzte Änderung am 07.08.2021, 16.55h