Nach viertem Saisonsieg weiter Tabellenführer

von FRANK STROZEWSKI, 15.12.2019

In der vierten Runde der NRW-Liga war das Team wieder einmal beim SC Rochade Emsdetten zu Gast. In den Begegnungen der Vorjahre hatte die Mannschaft nicht immer überzeugen können. Das sollte in diesem Jahr unbedingt vermieden werden. Mit einer zumindestens teilweise konzentrierten Leistung ist dies auch gelungen.

Die erste Entscheidung gab es am achten Brett. Der Gegner von Frank Strozewski agierte überaus vorsichtig und tauschte schnell viele Figuren ab. Das verringerte Material bot schließlich keine erfolgversprechenden Chancen mehr, sodass das Remis folgerichtig war.

Danach konnten die Gastgeber in Führung gehen. Alexander van Beek ließ ein entscheidendes Figurenopfer zu, mit dem seine Königsstellung zertrümmert wurde und musste aufgeben.

Mit seinem vierten Sieg in der vierten Partie konnte Alexander Langers postwendend den Ausgleich erzielen. Er nutzte die ungenaue Behandlung der Eröffnung durch seinen Gegner konsequent aus. Den Druck gegen den gegnerischen König verstärkte er stetig, bis es schließlich keien Verteidigzngszug mehr gab.

Bis zur Zeitkontrolle änderte sich der Zwischenstand von 1,5:1,5 nicht mehr. Danach erzielte Guust Homs die Führung. Er hatte seine Türme gegen die generische Dame getauscht und konnte in der Folge die anfällige Bauernstruktur des Gegeners ausnutzen. Sein Gegner konnte konnte mit seinen Türmen dann die Mehrbauern nicht mehr aufhalten.

In Zeitnot hatte Marc Erwich die Chance auf aktives Spiel verpasst. Er versuchte danach noch seinen Mehrbauern zu verwerten, es reichte aber nur noch zu einem Remis. Sein Bruder hingegen konnte die verwickelte Stellung in Zeitnot klar zu seinem Gunsten gestalten. Mit dem Sieg brachte Frank Erwich die Mannschaft mit 4:2 in Führung und behielt selbst weiter die Spitzenposition bei den Topscorern mit 4:0 Punkten.

Christoph Krings hatte im Mittelspiel die Züge vertauscht und dadurch einen Qualitätsverlust hinnehmen müssen. Da sein Gegner aber nur seinen Mattangriff auf dem Schirm hatte, unterschätze er das Gegenspiel am Damenflügel. Nachdem Christoph Krings seinen Läufer zentralisieren konnte, war ein Matt nicht mehr zu realisieren und sein Gegner musste sogar ein Dauerschach geben, um nicht selbst in Verlustgefahr zu geraten.

Der Endstand von 5:3 wurde erst nach deutlich mehr als sechs Stunden sichergestellt. Jelmer Jens hatte eine Qualität geopfert, um zwei Freibeuern auf die Reise schicken zu können. In Zeitnot stellte er jedoch diese Freibauern ein und wickelte die Stellung zu einem theoretischen Remis mit Läufer gegen Turm ab. Sein Gegner wollte dies aber nicht einsehen und versuchte mit diversen Schachgeboten doch noch den Gewinn zu erzielen. Nach fast einhundert Zügen sah er dann ein, dass dies nicht mehr gelingen konnte.

Mit diesem soliden Sieg hat die Mannschaft die Tabellenführun nach Brettpunkten noch weiter ausgebaut, bevor es zu Beginn des nächsten Jahres zum vorentscheidenden Spitzenspiel gegen den ebenfalls verlustpunktfreien Godesberger SK kommt.



Letzte Änderung am 07.08.2021, 16.55h