Versöhnlicher Abschluss für die IV. Mannschaft

von DIRK BROKSCH, 29.08.2021, Runde 7

Erkenschwick 4 Auswärtsspiel Als letzte Mannschaft des Schachverein Erkenschwick 1923 e.V. reiste die IV. Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Waltrop. Im Lehnemannshof an der Sydowstraße wurde das Team von der 3. Mannschaft der Waltroper empfangen, die auch nahezu in Bestbesetzung antreten konnten.

Erstmals nach langer Zeit und einer wirklich bescheidenen Saison konnte die IV. Mannschaft, die von Dirk Broksch unterstützt und begleitet wurde, komplett und mit einer schlagkräftigen Truppe auflaufen. In der Reihenfolge Marc Mathea, Lukas Möbius, der sehr kurzfristig vor Ort eingesprungen war, Marius Pawlak, Christian Scholtholt, Harald van de Weyer, Ronja Mathea und den Ersatzspielern Malte Grewing und Marcus Henn ging man die Mission Klassenerhalt mit großem Selbstvertrauen an. Frank Neumann, Mannschaftsführer der Waltroper, begrüßte uns und die andere Gästemannschaft aus Herten-Disteln mit ein wenig Verspätung. Da man sich über die Aufstellung noch nicht ganz einig war, ging es erst um 14.10 Uhr los.

Der Auftakt verlief für die IV. Mannschaft eigentlich nach Plan, denn an einigen Brettern standen die Vorzeichen schon recht frühzeitig auf Sieg. Malte Grewing sorgte am 7. Brett für die frühe 1-0 - Führung. Obwohl er die Eröffnung eigentlich nicht ganz so gut behandelte, kam er nach dem Übergang zum Endspiel mit einem richtigen Abtausch zu Materialvorteil. Der Druck gegen den offenen, gegnerischen König konnte er gezielt verstärken und somit seinen Gegner zur Aufgabe zwingen.

Wenig später konnte Marcus Henn auch seinen Gegner mit druckvollem Spiel von der Aufgabe überzeugen. Zugeben, Marcus war hier klarer Favorit, aber wieso soll man diese Möglichkeit nicht auch einmal für sich ausnutzen?

Das 2-0 Zwischen- ergebnis sorgte für weiteren Auftrieb, denn eine halbe Stunde später konnten die Bretter 1 und 2 in Form von Marc Mathea (Foto links) und Lukas Möbius (Foto rechts) nahezu zeitgleich punkten, sodass der Zwischenstand nun 4-0 betrug. In Absprache mit den Mannschaftsführern einigte sich Marius Pawlak kurze Zeit später am dritten Brett mit seiner Gegnerin auf Remis, sodass der Erkenschwicker Sieg unter Dach und Fach war.

Die letzten drei Partien liefen in der Folge etwas schleppender vor sich hin. An Brett 4 mußte Christian (Foto links) nach einer sehr defensiven Eröffnungswahl kapitulieren und seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Ronja Mathea (Foto rechts) an Brett 6 unterlag durch Zeitüberschreitung, da sie den 40. Zug nicht mehr rechtzeitig ausführen konnte. Aber auch stellungstechnisch hatte ihr Gegner einen starken entfernten Freibauern, der gefährlich nahe zur Umwandlung einmarschieren drohte.

Nun lag es an Routinier Harald van de Weyer (Foto), der am fünften Brett sein vermutlich allerletztes Spiel für den Schachverein Erkenschwick bestritt, für das Endergebnis zu sorgen. In einer sehr verzwickten Endspielstellung mit ungleichfarbigen Läufern hatte er am Ende sogar einen leichten Vorteil auf seiner Seite, ob dies aber wirklich zum Sieg gereicht hätte, bleibt offen. Somit einigte sich Harald mit seinem Gegner nach etwas mehr als 3,5h Spielzeit auf Remis, was einen letztlich verdienten Auswärtssieg von 5-3 für die IV. Mannschaft bedeutete.

Trotz dieser katastrophalen Saison und vielen Rückschlägen für die Mannschaft, konnte das Team mit diesem Sieg zumindest aus sportlicher Sicht noch einmal für eine gewisse Zuversicht sorgen. Wie auch die anderen Mannschaften, wird auch die IV. Mannschaft in der neuen Saison ein deutlich anderes Gesicht haben.



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Zwei Partien zum Nachspielen.
Zur Startseite (Home). Beitrag veröffentlicht am 30.08.2021 um 20.10h. Letzte Änderung am 11.09.2021 um 08.43h